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Ep. 15 MindHacking®
Persönliche Veränderung mit Herz, Hand und Verstand.

In der 15. Folge geht es nochmal um den Ebenenwechsel zur Problemlösung. Hier nochmal am Beispiel menschgemachter Klimawandel. Eine gängige und einfache Methode zum zu einem Ebenenwechsel zu kommen ist die 5-Warum-Methode (5-why), die in der A&O-Psychologie weite Verbreitung gefunden hat.

Außerdem werfe ich eine neue Frage auf, bezüglich des Klimawandels. Dazu würde ich gerne eure Meinung erfahren.

LG Thilo

Hier kannst Du den Audiocast anhören:

 

Es folgt ein automatisch erstelltes Transkript des Audiobeitrags, um den Suchmaschinen die Indizierung zu erleichtern.

Transkript


[0:23] Hallo liebe Freunde der persönlichen Veränderung,
in der letzten Folge ging es um den kleinen Trick, das Verändern der Problemebene. Offen ist dabei geblieben, wie man diese Problemeänderung oder die Problemebenenänderungen initiieren kann.
Ich hatte das ja am Beispiel des Klimawandels gezeigt oder der Frage ist der Klimawandel vom Menschen gemacht oder nicht. Dabei ist etwas offen geblieben, wie genau dieser Ebenenwechsel stattfindet. Das kann natürlich auf verschiedene Art und Weise passieren. Eine einfache Methode wie man [1:07] die Ebene wechselt, beziehungsweise beim Problem auf das Wurzelproblem zurückzukommen kann, ist die 5-Warum-Methode.

[1:20] Das ist eine Methode die eigentlich aus der Produktion oder aus der Wirtschaftspsychologie kommt und, im Kontext der Arbeitsproduktion den Fehler innerhalb von Produktionsabläufen finden soll.  Also den ursächlichen Fehler oder den dahinter liegenden Fehler, dabei sind oft auch Ebenenwechsel notwendig.
Was meine ich mit Ebenen? Eine Problemebene im Kontext des Klimawandel zum Beispiel hatten wir die Frage: Ist der Klimawandel menschengemacht und da die Ebene quasi die Verursachung und solange wir uns nicht darüber klar werden können, wer der Verursacher ist, kommen wir bei der Frage nicht weiter und werden nicht handlungsfähig.
So ist es in der Industrieproduktion oft auch. Es gibt z.Bsp. ein Fehler auf Materialeben. Aber auf der Materialebene kann das Probleme nicht gelöst werden und mit dieser Fragemethode - Der 5-Warum Fragen [2:35] kann ein Ebenenwechsel stattfinden, sodass man im Produktionsbeispiel die Ebene des Materials verlässt und stattdessen zum Beispiel die Konstruktionsebene anspricht und merkt, dass das Problem auf der Materialebene nicht lösbar ist. Wenn man aber auf die Konstruktionsebene wechselt, kann man auf der Konstruktionsebene Veränderungen machen die das Problem löst, auch wenn man auf der Materialebene vielleicht keine Problemlösungen finden kann.
Und diese Technik der 5-Warum Fragen ist sehr einfach und eingängig, besteht eigentlich einfach darin, dass man das Problem beschreibt und dann eine Warumfrage dazu stellt. Die generiert Antwort wird dann wieder zu einer Warumfrage umformuliert. Das geht so weiter, bis man in den Antworten einen Ebenenwechsel findet. In der Regel sind das dann so ungefähr fünf Fragen aber man sollte sich da nicht bei den fünf Warumfragen auf die Zahl 5 so versteifen. Wenn das sechs sind oder drei, ist es auch egal. Es geht einfach darum, kommt man bei diesen Warumfragen zu einem Ebenenwechsel. Auf ein andere Ebene, in der ich das Problem dann tatsächlich lösen kann.

[4:01] Gleichzeitig ist es auch so, dass es hinter den der Ebene oftmals noch eine weitere Ebene gibt. Also ich kann durchaus dann das ganze nochmal hinterfragen und kann wieder ein Ebenenwechsel machen. Wichtig ist, ich will eine Problemlösung und neue Handlungsmöglichkeiten [4:20] bekommen und das heißt ich muss nicht auf die Lösung aller Probleme kommen, sondern ich muss nur dieses eine Problem lösen das heißt, es macht keinen Sinn diese fünf Warumfragen immer weiter in die tiefe zu treiben, um dann bei der Antwort auf alle Fragen anzukommen. Sondern,
ich möchte schnell eine Lösung haben und dazu ist ein Ebenenwechsel notwendig, mit diesen fünf Warumfragen komme ich zu diesem Ebenenwechseln. Um das jetzt einmal in einem nicht psychologischen Bereich, wo die Methode ja herkommt, deutlich zu machen, nutze ich das Beispiel,
das bei Wikipedia zum Thema 5-Why Methode beschrieben steht. Das ist auch ein Beispiel aus der Produktion. Hier geht es um die Frage, warum ein Fahrzeug nicht startet. Beziehungsweise darum im Diagnoseprozess, warum startet das Fahrzeug nicht? Die erste Frage ist dann:
    1. Warum startet das Fahrzeug nicht?
        1. Die Antwort ist: Die Starterbatterie ist leer.
Aus dieser Antwort: Die Starterbatterie ist leer, entwickelt man dann die nächste Warumfrage. Also die zweite Warumfrage ist:
        2. Warum ist die starterbatterie leer?
[5:38] Die Antwort auf die zweite Warumfrage ist dann,
            1. die Lichtmaschine funktioniert nicht.
Aus dieser Antwort auf die zweite Frage formuliert man dann die dritte Warumfrage.
        3. Warum funktioniert die Lichtmaschine nicht?
Die Antwort auf die dritte Frage ist:
            1. Der Keilriemen ist gerissen.
Die vierte Warumfrage ist dann:
        4. Warum ist der Keilriemen gerissen?
            1. Die Antwort der Keilriemen wurden nie ausgewechselt.
[6:05] Die fünfte Frage:
        5. Warum wurde der Keilriemen nie ausgewechselt?
            1. Die Antwort das Fahrzeug wurde bisher nie gewartet.
Und bei dieser Antwort sieht man hier jetzt schon einen Ebenenwechsel, der geht weg von dem eigentlichen, Problem. Warum das Fahrzeug nicht funktioniert. Hin zu dem Serviceaspekt. Das Fahrzeug wurde nicht richtig gewartet. In diesem Beispiel, wird noch ein sechste Frage hinzugefügt
        6. Warum wurde das Fahrzeug nicht gewartet?
            1. Die Antwort darum darauf ist, ein Wartungsintervall wurde für den Keilriemen nie festgelegt.
       Also wir haben jetzt hier ganz deutlich den Ebenenwechsel von diesem reinen Problem, über die Materialebene, hin zu den Serviceintervallen. Das wäre ein Beispiel aus der Arbeitproduktion. Wie diese 5-Warum-Methode angewendet werden kann.

[7:09] Und jetzt möchte ich das Ganze nochmal auf die Klimawandel-Frage anwenden.
Die Grundfrage war: ist der Klimawandel menschgemacht?

[7:26] Meine erste Frage lautet dann:
    1. Warum ist es wichtig herauszufinden ob der Klimawandel menschengemacht ist?
        1. Und die Antwort darauf wäre: Damit ich weiß wer Schuld ist.
    2. Warum ist es wichtig zu wissen wer Schuld ist?
        1. Antwort darauf: Damit ich weiß, wer sich ändern muss.
    3. Warum ist es wichtig zu wissen, wer sich ändern muss?
        1. Damit ich erzwingen kann dass der Verursacher sich ändert.
    4. Warum ist es wichtig, dass der Verursacher sich ändert?
        1. Antwort: Damit sich das Klima nicht weiter verändert.
    5. Warum ist es mir wichtig, dass sich das Klima nicht verändert?
        1. [8:07] Antwort: Damit die Umwelt keinen Schaden nimmt.
[8:11] Hier seht ihr, ist der Ebenenwechsel vollbracht. Von dem Verursacher oder der Schuldzuschreibung, die Ebene Schuldzuschreibung, zu einer Ebene, des Ziels und des Wunsches, der Erklärung warum es Wichtig ist, die Umwelt soll geschützt werden,  ist das Ziel das dahinter steht, zumindest bei mir, wenn ich die Fragen beantworten.
[8:40] Man müsste aber hier noch nicht stehen bleiben. Ich könnte jetzt weiter fragen, was dahinter steht. Frage zum Beispiel jetzt weiter:
    1. Warum ist es wichtig, dass die Umwelt nicht geschädigt wird?
        1. Finde ich die Antwort: Damit wir auch weiter auf der Erde gut leben können.
    2. [8:57] Warum ist es wichtig, dass wir weiter auf der Erde gut leben können?
        1. Damit auch die nachfolgenden Generationen nicht leiden.
    3. [9:07] Und warum wollen wir, dass die nachfolgenden Generationen nicht leiden müssen?
        1. [9:12] Weil es unsere Kinder sind.
    4. Warum wollen wir nicht, dass unsere Kinder leiden?
        1. Weil wir sie lieben.
    5. Warum lieben wir unsere Kinder?
    6. Weil wir Menschen sind.
[9:23] Es zeigt sich deutlich, dass es im zweiten Durchgang nochmal einen Ebenenwechsel gegeben hat. Nämlich von der Zilebene des Umweltschutzes zu der Motivationalenebene und hier vielleicht schon 'ner spirituellen Ebene. Also das Seins oder der Wert des Seins oder die Motivation die hinter dem Umweltschutz steht. Das Menschsein und das bewahren der Umwelt für nachfolgende Generation.
Allerdings ist für den Schritt [10:00] den wir eigentlich haben wollten, nämlich aus einer verfahrene Situation, in der wir uns im Kreis gedreht haben, gesucht haben, wer ist der Verursacher
und da zu keine Antwort gekommen sind, sind wir mit dem ersten Schritt mit den ersten fünf Fragen in die Handlung gekommen. Nämlich, wir haben gemerkt, okay wir müssen gar nicht entscheiden, wer ist da Verursacher, sondern wir können entscheiden: wollen wir die Umwelt schützen?
Und im zweiten Aspekt haben wir auch im Zuge oder nach der Frage nach den Handlungsmöglichkeiten keinen großen Zugewinn gehabt, aber ein eventuell ein motivationalen zugewinn. Also die Frage warum ist es wichtig die Umwelt zu schützen ist eine Frage des Seins, ist eine spirituelle Frage.  Es ist die Motivation die dahinter steht, für die künftigen Generationen eine lebenswerte Umwelt zu bewahren.

[10:55] Gut, wir haben gesehen, mit der fünf Warum Methode können wir bei einem festgefahren Problem auf eine andere Ebene wechseln, auf der wir eine neue Lösung finden können. Oder wir können ein dahinter liegendes Kernproblem entdecken und das ganz einfach, indem wir immer wieder einer Warumfrage formulieren, darauf die Antwort finden und die Antwort wieder als Ausgangspunkt für eine Warumfrage nehmen.
Und so quasi in einer Iteration dieser Warumfragen durchlaufen, bis es einen Ebenenwechsel gibt, nach vier, fünf oder sechs Fragen.
Bei der ganzen Beschäftigung mit dem Thema Klimawandel, was ihn Verursacht, beziehungsweise welche Konsequenzen daraus entstehen, sind mir ein paar Diskrepanzen aufgefallen. Mich würde interessieren wie es euch damit geht, beziehungsweise was ihr darüber denkt.

[12:03] Und die Diskrepanz, die mir aufgefallen ist, ist die Frage der Konsequenz.
Nämlich die Konsequenz der Annahme, dass der Klimawandel menschgemacht ist, ist dass wir ...oder wird häufig gesagt, dass wir jetzt schnell handeln müssen, um die Erderwärmung zu reduzieren und zwar auf einen bestimmten Temperaturwert in einer bestimmten Zeit.

[12:29] Und so wie ich die Forschung verstehe, kann dieses Ziel nur erreicht werden, wenn wir ein Minus, also einen negativen CO² Ausstoß bewerkstelligen können. Das heißt, es reicht nicht einfach nur den CO²-Ausstoß abzuschalten und kein menschengemachten CO²-Ausstoß mehr zu haben,  sondern der CO²-Ausstoß muss negativ sein. Das heißt es muss weniger CO² in der Umwelt sein, als vom Menschen ausgestoßen wird. Das heißt, es müssen Techniken entwickelt werden, wie CO2 aus der Umwelt herausgenommen werden kann. Die Techniken die dabei im Gespräch sind gehen über die Speicherung von CO2 in irgendwelchen Erd- oder Meeresdepots, bis hin zur Veränderung der Atmosphäre, durch das Einbringen von Chemikalien in die Stratosphäre. Meiner Meinung nach ist das ja auch menschgemachter Klimawandel! Und da beißt sich für mich irgendwie die Katze in den Schwanz, wenn ich rechtfertige, dass quasi menschgemachter Klimawandel durch menschengemachten Klimawandel, rückgängig gemacht würde.
Die andere Frage oder die andere Diskrepanz, die sich auftut, ist die Frage, wenn der Klimawandel jetzt nicht menschgemacht ist oder nicht primär menschverursacht wird oder auch der natürliche [13:59] Klimawandel ausreichen würde, um die Bedrohung durch abschmelzen der Pole oder den anstieg des Meeresspiegels auszulösen, dann hätten wir trotzdem die gleiche Gefahr, also die Erde wird sich erwärmen und negativen Folgen, die jetzt aus diesem Klimawandel sich ergeben für die Umwelt, für die Menschheit hätten wir dann auch, nur wäre sie halt nicht dem CO2 zuschreiben und dem menschgemachten CO2, sondern primär der Umwelt.

[14:37] Das heißt aber trotzdem, dass die Umwelt sich negativ für den Menschen verändern würde und das ein schlechteres Lebensklima für den Mensch und vielleicht auch für die Natur so wie sie heute ist - sich daraus ergeben würde und die Frage ist, leitet sich daraus dann wieder ab, dass es zulässig ist, dass der Mensch jetzt eingreift und aktiv ein menschgemachten Klimawandel herbeigeführt, nämlich in die andere Richtung. Die drohende natürliche Erwärmung zu reduzieren?

Mein Vorschlag wäre, wende doch einmal die 5-Warum-Methode an und beantworte dir damit die Frage: Darf der Mensch das Klima Verändern, um den Klimawandel rückgängig zu machen?